Behandlung bei eingeschränkter Fruchtbarkeit

Es besteht ein gewisser Grad an Überschneidungen bei der Behandlung einer sexuellen Dysfunktion, weil die erektile Dysfunktion zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen kann. In manchen Fällen reicht es aus, Geschlechtsverkehr mittels Behandlung zu ermöglichen, um einem Mann das Vaterwerden zu ermöglichen. Dies trifft jedoch nicht in allen Fällen zu. Wenn es für einen Mann beim Geschlechtsverkehr schwierig ist, eine Ejakulation zu erreichen, kann er mittels Vibrationsstimulation oder Masturbation zum Höhepunkt kommen. Wenn er sich also kurz vor dem Höhepunkt befindet, kann er den Penis in die Vagina einführen oder ihn hineinhalten. Falls diese Methode nicht erfolgreich ist, kann er Vibrationsstimulation oder Masturbation anwenden, um zu ejakulieren, und anschliessend das Ejakulat mit einer Aufziehspritze aufsaugen. Diese wird danach in die Vagina eingeführt. Eine Voraussetzung, um auf diese Weise schwanger zu werden ist jedoch, dass das Sperma etwa zum Zeitpunkt des Eisprungs in die Vagina eingeführt wird.

 

Vibrationsstimulation mit Hilfe eines Penisvibrators, wie z. B. Ferticare, sollte als erstes versucht werden. Der Vibrator zur Erzielung einer Befruchtung kann zuhause angewendet werden. Wenn diese Methoden nicht zum Erfolg führen, sind umfangreichere Untersuchungen und Massnahmen notwendig, welche die Untersuchung sowohl des männlichen Spermas also auch der weiblichen Fruchtbarkeit beinhalten.

 

Einige weitere Methoden zur Spermagewinnung sind:

  • Elektroejakulation – ein langes schmales Instrument wird in den Enddarm des Mannes eingeführt und neben der Prostata platziert, wo durch elektrische Stimulation des hypogastrischen Nervs eine Ejakulation auslöst.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Stanzbiopsie bei welcher chirurgisch eine kleine Hodengewebsprobe entnommen wird. Diese wird mikroskopisch untersucht um Sperma zu identifizieren und zu entnehmen.
  • Sperma kann auch mit Hilfe einer dünnen Nadel entnommen werden, welche in den Samenleiter eingeführt wird.

 

Unabhängig von der ausgewählten Methode zur Spermagewinnung ist der nächste Schritt normalerweise eine In-Vitro-Fertilisation (IVF). Ziel ist es, eine Eizelle in einem Reagenzglas zu befruchten und schliesslich in die Gebärmutter der Frau einzusetzen, in der Hoffnung, dass die befruchtete Eizelle sich einnisten und daraus ein Fötus wachsen wird. Manchmal werden mehrere Eizellen befruchtet, um zwei gleichzeitig in die Gebärmutter einzusetzen, oder um die Embryos einzufrieren, und sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden. Die Frauen werden mit weiblichen Hormonen behandelt, um die Produktion von Eizellen anzuregen. Die Eizellen werden mittels eines kleinen chirurgischen Eingriffs entnommen.

 

Durch diese Methode soll es den Samenzellen so einfach wie möglich gemacht werden, die Eizelle zu befruchten. Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist eine moderne Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei wird das Sperma direkt in die Eizelle gespritzt.